Entdeckungen auf Bornholm: Mozart, Andersen Nexö und Hans Henny Jahnn

Märkische Allgemeine, 22. November 2014

 

Bornholm setzt auf Kultur. Der Sommer ist vorbei, die Strände der dänischen Ostseeinsel leeren sich. Doch die Überfahrt lohnt immer noch: Unter dem Motto „Außerhalb der Saison” wird zur Kulturwoche 2002 eingeladen. Höhepunkt ist eine Aufführung von Mozarts „Cosi fan tutte” mit jungen Talenten aus den Anrainerstaaten der Ostsee Mitte September im Theater der Inselhauptstadt Rønne.

Direktor Lars Holmsted will deutsche Besucher locken. „Bei Mozart gibt es keine Verständigungsprobleme.” Die Mundartstücke, die es ansonsten im ältesten dänischen Theaterbau gibt, 1823 errichtet, sind für Touristen nur schwer verdaulich. Das Haus wurde gerade restauriert. „Wir müssen spielen, spielen, spielen”, sagt Holmsted. „Sonst enden wir als Museum.”

Die Sorge ist begründet. Vieles lebt von der Erinnerung. Da sind die Deutschen, die mit dem Fährschiff „Rügen” der Reederei „Scandlines” von Sassnitz aus die Insel in dreieinhalb Stunden erreichen. Sie schwärmen von den Klippen im Norden und dem Sandstrand im Süden — treue Gäste seit Jahrzehnten. Wie die Hotels, Pensionen und Ferienhäuser sind sie in die Jahre gekommen. Und da sind die Bornholmer selbst, denen die Jungen davonziehen, weil sie keine Perspektive sehen ...

 

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