Villa Palmieri in Fiesole

 

In Boccaccios Garten

Märkische Allgemeine, 11.6.2000

 

Eine Reise zu den Villen der Toskana ist eine Reise zu denResten einer großen Kultur. Kunsthistoriker warnen vor allzu großen Erwartungen an das Land, „wo die Zitronen blühn“, und machen dadurch den beschwerlichen Weg nicht leichter. Zugegeben: Wenn man am Brenner die Alpen überquert, die Po-Ebene geschafft und sich mit tausend anderen Fahrzeugen zwischen Bologna und Florenz festgefahren hat, ist man der Verzweiflung nahe. Auf der Höhe des Städtchens Borgo San Lorenzo ist Gelegenheit, das älteste Autobahnstück Italiens zu verlassen und in die Hügelwelt der Toskana einzutauchen. Kultivierte Natur, von Zypressenalleen strukturierte Landschaft, akkurat angeordnete Weinreben auf den sanften Anhöhen beruhigen das Auge. Mittendrin stehen die Bauernhöfe und Kastelle wie von einem imaginären Schachspieler nach geheimer Ordnung auf dem welligen Brett verteilt.

Der Humanist Benedetto Varchi ermittelte im Jahr 1530 für diese Gegend schier unglaubliche Zahlen: „Im Umkreis von 20 Meilen um die Stadt Florenz gibt es 32000 Besitzungen von Florentiner Bürgern, 800 davon sind ummauerte Paläste.“ Eine Ahnung dieser Fülle hat man erst, wenn man der Nationalstraße 302 folgt und Fiesole erreicht ...

 

Der komplette Artikel:

ePaper
Teilen:
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Stich Homepage Powered by 1&1 IONOS